Finanzen
Epstein und Krypto: DOJ Files, „Satoshi“-Erwähnungen, virale Fakes und warum das Netz wieder brennt (2026)
Faktencheck zum „Krypto-Trail“ rund um Jeffrey Epstein und die DOJ Files (2026): Coinbase/Blockstream-Erwähnungen, der Mythos „Epstein = Satoshi“, AI-Fakes und wie man Fakten von viralen Fälschungen trennt.

Was du aus diesem Artikel mitnimmst
Das ist keine „Verschwörung“. Das ist ein Guide für Faktenchecks bei viralen Narrativen – besonders wenn echte Dateien mit Fake-Screenshots vermischt werden.
• Was die DOJ-Files-Veröffentlichung ist und warum sie Interpretationen triggert. [1]
• Wo die „harten“ Punkte liegen (Coinbase) und was sie wirklich bedeuten. [3][4]
• Was zu Blockstream-Erwähnungen und Reaktionen bekannt ist. [5]
• Warum „Epstein = Satoshi“ ein Fake ist – und wie es widerlegt wurde. [6]
• Wo der ITC.ua-Artikel fair ist und wo Formulierungen zu stark sind. [2]
• Top 5 virale Fakes/Manipulationen dieser Welle + wie man sie prüft. [6][7][8][9][10][11][12]
• Wie Märkte auf Infowellen reagieren: Volatilität, Liquidationen, Leverage-Flush.
Warum das Thema genau jetzt explodiert
Nach einer großen Veröffentlichung Epstein-bezogener Materialien begann Social Media „Puzzleteile“ zu verbinden: Namen, Kontakte, Textschnipsel, Listenfragmente. Die wichtigste Regel: Erwähnung in Dokumenten ≠ Beweis für Schuld oder Einfluss. [1]
Krypto reagiert extrem schnell, weil sich aus jedem Hinweis eine Legende bauen lässt: „er kannte Satoshi“, „er kontrollierte das Protokoll“, „er finanzierte Bitcoin Core“, „er lebt“. Genau deshalb braucht es hier sauberen Faktencheck.
Marktreaktion: Dip und Liquidationswelle
In solchen Infowellen bewegt sich der Preis oft nicht „wegen Fakten“, sondern wegen Narrative-Tempo, Hebel und automatischen Liquidationen. Zum Zeitpunkt des Terminal-Screenshots: BTC/ETH im Minus, Liquidationen klar long-lastig.
Wichtig: Selbst wenn eine News keinen direkten fundamentalen Effekt auf Protokoll oder Börse hat, kann der Markt über Psychologie, Algo-Trigger und zu viel Hebel heftig reagieren.
Das beste Gegenmittel: Primärquellen prüfen und nicht aus viralen Screenshots ableiten. Unten: wie man Fakten von Interpretation trennt und warum manche Medienformulierungen Vorsicht verlangen. [2][6]
24h rekt (Liquidationen)
Summe der liquidierten Positionen in 24h. Hinweis auf Kaskaden aus Stops und Margin Calls.
Long-Liquidationen
Der Großteil traf Longs – typisch bei impulsiven Dumps auf News oder Level-Breaks.
Short-Liquidationen
Kleinerer Anteil bei Shorts – passend zu einer Abwärtsbewegung mit dominierenden Verkäufern.
BTC / ETH Bewegung (Tag)
BTC ~ $69,392 und ETH ~ $2,059 im Screenshot. Solche Moves werden oft durch Derivate und Liquidationskaskaden verstärkt.

Terminal-Snapshot: BTC/ETH down und ~ $1.03B Liquidationen in 24h
Section market-reaction screenshotWas ITC.ua schreibt – und wo Bedeutungen „verschoben“ werden
ITC.ua fasst westliche Berichte/Narrative rund um Erwähnungen in Dateien zusammen, inkl. frühem Bitcoin-Interesse, möglichen Coinbase/Blockstream-Bezügen und moralischen Kommentaren zu Token-„Pumps“. [2]
Die kritischste Passage ist die Formulierung, aus Briefen gehe hervor, Epstein sei mit Satoshi Nakamoto „bekannt“ gewesen. Eintragungen wie „satoshi (bitcoin)“ sind jedoch kein direkter Beleg für Kontakt mit der realen Person hinter Satoshi – das kann Label, Witz oder unbestätigte Notiz sein. [2]
Kurz: ITC liefert einen starken Hook, aber einzelne Formulierungen klingen stärker als die Faktenlage. In solchen Themen lieber strikt: „Erwähnung“, „Korrespondenz“, „Interpretation“ – nicht „bestätigte Bekanntschaft“ ohne direkten Beweis.
Der konkreteste Punkt: Coinbase-Investment (2014) – und was es bedeutet
Blockstream-Erwähnungen und öffentliche Reaktionen
Auch Blockstream tauchte in der Diskussion auf. Öffentliches Reporting enthält Aussagen aus dem Umfeld, die Distanz betonen und darauf hinweisen, dass Verbindungen längst beendet wurden. [5]
Das zeigt: Derselbe Fakt (früher Kontakt/Interaktion) kann sehr unterschiedlich gelesen werden – von „normale Frühphasen-Story“ bis „Einfluss auf das Ökosystem“. Für Letzteres braucht es eine deutlich höhere Beweislast als reine Erwähnungen.
Der Twist „Epstein lebt“: warum er immer wiederkehrt
Verschwörungsnarrative kommen in Wellen zurück, weil sie kognitiv „gut schmecken“: einfache Erklärungen und ein Gefühl von Insiderwissen. 2026 verstärkt AI das massiv: Fakes entstehen in Minuten und wirken überzeugend. [12]
Checkliste: virale Krypto-Storys schnell prüfen
Wenn du in Krypto arbeitest, schützt dich das direkt vor Geld- und Reputationsschäden.
• Starte mit Primärquellen oder seriösen Faktenchecks (ideal: offizieller Report/Dokument oder glaubwürdige Redaktion). [6][7][8][9]
• Prüfe, ob die Behauptung nur auf „Screenshots“ ohne Kontext/Metadaten basiert.
• „Foto-Beweise“ sind Hochrisiko – AI ist die häufigste Angriffsfläche. [10][12]
• Gegenprüfen mit 2–3 unabhängigen Quellen (Finance + Faktencheck + Institution). [3][6][7]
• Achte auf Formulierungen: „Erwähnung“ ≠ „Beweis für Beziehung/Einfluss“. [2]
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Quellen und Cross-References
Die wichtigsten Quellen für die faktenbasierte Seite dieses Artikels.
• 1. AP News — Kontext zur DOJ-Files-Welle und Warnungen vor Überinterpretation Read source ↗
• 2. ITC.ua — „Epstein war mit Satoshi bekannt…“ (Beispiel für zu starke Schlussfolgerungen) Read source ↗
• 3. The Washington Post — Berichte zum Coinbase-Investment (Details & Kontext) Read source ↗
• 4. Bloomberg — Epstein backed Coinbase in crypto exchange’s early years (Bestätigung) Read source ↗
• 5. DL News — Blockstream: öffentliche Distanzierung/Statements Read source ↗
• 6. France 24 (Truth or Fake) — Doctored Emails: „Epstein invented Bitcoin“ (Debunk) Read source ↗
• 7. DOJ Office of the Inspector General — offizieller Report (2023, PDF) Read source ↗
• 8. FactCheck.org — Bogus Conspiracy Theory Claims Epstein is Alive (2019) Read source ↗
• 10. AP News — Beispiele für AI-generierte „Epstein-Fotos“ und Verifikation Read source ↗
• 11. PC Gamer — Ban eines zugeordneten Xbox-Live-Accounts (Kontext/Referenzen) Read source ↗
• 12. France 24 (Live) — AI tools fabricate Epstein images 'in seconds,' study says (2026) Read source ↗
FAQ
Nein. Virale „E-Mails“, die das behaupten, wurden als Fälschung debunkt und tauchen nicht in offiziellen Publikationen auf. [6]
Einige Interpretationen stützen sich auf Einträge wie „satoshi (bitcoin)“ in Listen/Messages. Das ist kein direkter Beleg für Kontakt mit der realen Person hinter Satoshi. [2]
Am konkretsten ist Reporting über ein Investment von ca. $3M in Coinbase (2014), referenziert von seriösen Medien im DOJ-Files-Kontext. [3][4]
Nein. Namen/Accounts lassen sich leicht fälschen. Für „lebendig“ braucht es verifizierte Belege, nicht Screenshots. [8][10]
Der DOJ-OIG-Report beschreibt schwere Versäumnisse, liefert aber keine Belege gegen die Suizid-Schlussfolgerung. [7][9]
Primärquellen und Faktenchecks zuerst, 2–3 unabhängige Redaktionen gegenprüfen, „Foto-Beweise“ als Hochrisiko behandeln, keine Claims stärker als die Belege. [6][10][12]
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